Ästhetische Chirurgie

Korrektur abstehender Ohren

Abstehende Ohren sind in der Regel eine genetische Veranlagung und können auch asymmetrisch auftreten. Nicht selten steht nur ein Ohr ab, während das andere eine unauffällige Stellung einnimmt. Die häufigsten Ursachen für abstehende Ohren sind ein zu flacher Winkel der vorderen Ohrfalte (Anthelix) oder eine zu große Ohrmuschel (Concha). Abstehende Ohren können für Kinder im Schulalter eine schwere Belastung darstellen. So ist es meistens sinnvoll die Operation (das Wachstum der Ohrmuschel ist mit etwa fünf Jahren abgeschlossen) vor der Einschulung durchzuführen. Auch bei Erwachsene ist eine Korrektur möglich.

Technik

Das Prinzip besteht in der Veränderung des Spannungsgefüges im Ohrknorpel. Der Hautschnitt liegt auf der Rückseite des Ohrs. Dem Ohrknorpel wird dann durch entsprechende Bearbeitung (Knorpel kann auch entfernt werden) und Nahttechniken die gewünschte, natürliche Form gegeben. Wenn die Ohrmuschel zu stark absteht, kann auch hier eine Rotation zum stärkeren Anliegen an den Kopf durchgeführt werden. Der entstehende Hautüberschuss wird sparsam entfernt und die Wunde mit mehreren Fäden verschlossen. Das Ohrläppchen kann ebenso angelegt oder auch verkleinert werden. Die Operation dauert etwa 30 Minuten pro Seite. Der Eingriff kann bei Erwachsen in örtlichen Betäubung (Lokalanästhesie) durchgeführt werden, bei Kinder empfiehlt sich häufig eine Narkose. Auch eine Kombination von örtlicher Betäubung mit einem sog. Dämmerschlaf ist möglich. Alle Ohrmuschelplastiken, auch wenn sie in Narkose durchgeführt werden, sind ambulant möglich.

Vor der Operation

Vor der Operation sollten Sie bzw. Ihr Kind in guter gesundheitlicher Verfassung sein. Vermeiden Sie Stress und rauchen Sie in den vier Wochen vor und nach der Operation nicht. So senken Sie das Risiko von Durchblutungsstörungen. Darüber hinaus sollten Sie zwei Wochen vor der OP keine Medikamente nehmen, die die Blutgerinnung hemmen (z.B. Aspirin). Bei Kindern ist darauf zu achten, dass Sie vor der Operation weder erkältet noch anderweitig akut krank sind.

Risiken

Eine Ohrkorrektur ist allgemein mit niedrigen Risiken verbunden. Bei jedem Eingriff können Nachblutungen, Durchblutungsstörungen und Wundheilungsstörungen auftreten. Eine Wundinfektion, die auch zu den Knorpel betrifft, kann extrem selten zum Verlust des Knorpels führen. Sie lässt sich mit Antibiotika effektiv behandeln- Zur Vorbeugung werden antibiotische Medikamente verordnet. Sollte es trotzdem zu einem Pochen im Ohr, zu Schmerzen oder gar zu Fieber kommen, sollten Sie mich umgehend kontaktieren. Selten entstehen bei entsprechender Veranlagung Narbenwucherungen (Keloide). Nach einer Operation lassen sich für wenige Wochen Gefühlsstörungen im Bereich der Narbe oft nicht vermeiden. Eine vorübergehende Hautverfärbung kann auftreten. Durch Zug oder Abknicken der frisch operierten Ohren können die Nähte aufreißen und die Ohrform wird beeinträchtigt (eine Revision ist möglich und sinnvoll). Eine völlige Symmetrie der Ohrform und Stellung ist unmöglich. Auch nach einer Ohrkorrektur bleiben kleine Unterschiede bestehen.

Nach der Operation

Leichte Schwellungen und Schmerzen sowie eine bläuliche Verfärbung der Ohrhaut sind anfangs normal. Eine erhöhte Schlafposition minimiert die Schwellung. Mittelstarke Schmerzen können für 2 – 4 Tage auftreten. Diese können durch Schmerzmittel (z.B. Paracetamol) gut gelindert werden. Am ersten postoperativen Tag erfolgt die erste Kontrolle. Nach einer Woche wird der angelegte Ohrverband durch mich abgenommen und ein Stirnband angelegt. Der Fadenzug erfolgt nach 10 Tage, evtl. Formungsfäden werden nach 3 Wochen entfernt. Haare waschen ist nach dem Fadenzug möglich. Zur Sicherheit sollte nachts für 4 Wochen (bei Kinder auch tagsüber, und zur Nacht bis zu 6 Wochen) ein Stirnband getragen werden (um ein Abknicken des Ohres zu vermeiden). Eine Berührungsempfindlichkeit der Ohren kann für etwa acht Wochen bestehen.
Nach 3-4 Tagen sind die postoperativen Beschwerden so weit abgeklungen, dass das Kind meist wieder zur Schule gehen kann. Arbeitsunfähigkeit besteht bei Erwachsenen meist für 1 Woche. Bitte vermeiden Sie körperliche Anstrengungen und Sport (bis 3 Wochen nach der Operation), übermäßige Wärme (z.B. Sauna) und UV-Licht (z.B. Solarium). Bei allen Aktivitäten (in den ersten 6 Wochen) soll ausgeschlossen sein, daß es dabei zu einem Umbiegen des Ohres nach vorn kommt.
Die endgültige Ohrform ist erst 2-3 Monaten nach der Ohrkorrektur klar zu erkennen. Die Narbe verblasst gewöhnlich im Laufe der Zeit.

Bitte beachten Sie

Dieses Informationsmaterial kann ein sorgfältiges Beratungsgespräch und eine patientenbezogene Untersuchung nicht ersetzen. Über spezielle und individuelle Risiken, Einschränkungen und Möglichkeiten der Bauchdeckenstraffung, muß der Operateur gezielt aufklären. Jeder Patient sollte Risiken und Einschränkungen des Ergebnisses bei diesen Operationen verstanden haben.
Ausführliche individuelle Informationen erhalten Sie in einem persönlichen Beratungsgespräch in meiner Praxis.


 

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