Ästhetische Chirurgie

Kinnkorrektur und Wangenkorrektur

Das Kinn prägt unser Gesicht und unser Profil. Ist es zu klein (fliehendes Kinn) oder zu groß, entsteht ein optisches Ungleichgewicht. Viele Patienten äußern den Wunsch nach einer Korrektur des fliehenden Kinns, das zu weit zurückgeschoben scheint. Andere stört das Fettgewebe unter dem Kinn, das sogenannte Doppelkinn. Das Ziel ist in immer dasselbe: ein ansprechendes, gleichmäßiges Gesichtsprofil.
Wohlgestaltete Konturen der Wangenregion können ein Gesicht ansprechender machen. Bei den meisten Menschen jedoch flacht die Wangenregion durch Gewebeabbau ab.

Therapie

 
Kinn
  1. Kinnvergrößerung
    Hierfür wird entweder ein Schnitt an der tiefsten Stelle hinter der Unterlippen-Innenseite oder in einer Falte unterhalb des Kinns gesetzt. Das Implantat kann dann platziert werden. Um ein Verschieben der Implantate zu vermeiden, wird die Tasche  exakt präpariert und ein formender, fixierender Verband wird  für 10 Tage angelegt. Nur selten werden Implantate mit Titanschrauben fixiert
  2. Kinnverkleinerung
    Über denselben Zugang kann auch die Kinnspitze. Dann wird der Knochen wie vorher geplant verkleinert. Das Ergebnis ist in der Regel ein formschönes Kinn, das sich harmonisch in das Gesicht einfügt.
  3. Fettabsaugung beim „Doppelkinn“
    Das erfolgt durch kleine Einstiche in einer Falte unterhalb des Kinns sowie am Hals. Überschüssige Haut kann dann durch einen kleinen Schnitt unter dem Kinn gestrafft werden.
Wangen

Eine ästhetische Konturierung kann durch ein Wangenimplantat oder durch eine Transplantation von körpereigenem Fettgewebe (Eigenfettbehandlung) erfolgen, so wie durch Filler (Faltenkorrektur). Im Falle des Implantat-Methode werden zwei kleine Schnitte im Inneren Ihres Mundes, jeweils dort wo Wange und oberer Gaumen aufeinander treffen, gesetzt. Anschließend schiebt der Chirurg die Implantate in die Gewebetaschen über den Wangenknochen. Die Wunden werden vernäht, in der Regel mit sich selbst auflösenden, dünnen Fäden. Alternative Zugänge sind der Unterlidrandschnitt als direkter, übersichtlicher Zugang oder über einer Falte unmittelbar vor dem Ohr.

Im Normalfall wird die Kinn- bzw. Wangenkorrektur ambulant oder in einem eintägigen Aufenthalt durchgeführt. Eine lokale Betäubung reicht bei der Kinnvergrößerung gewöhnlich völlig aus. Wenn es gewünscht ist, kann der Eingriff aber auch im Dämmerschlaf oder unter Vollnarkose erfolgen. Für ein Wangenimplantaten empfehle ich eher eine Vollnarkose. Er dauert in der Regel zwischen einer bis zwei Stunden.

Verwendete Implantate

In der heutigen Zeit wird eigenes Knochengewebe vom Beckenkamm oder Rippen selten verwendet. Häufiger kommen zwei Kunststoffe die in der Medizin breite Anwendung finden, zum Einsatz. Zum einen polymerisiertes, d.h. festes Silikon und andererseits ein Kunststoff namens Proplast. Davon wird Silikon (Silastik) wesentlich häufiger benutzt.

Vor der Operation

Vor der Operation sollten Sie in guter gesundheitlicher Verfassung sein. Vermeiden Sie Stress und reduzieren Sie Ihren Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum in den 14 Tagen vor und nach der Operation. Darüber hinaus sollten  Sie zwei Wochen vor der OP keine Medikamente nehmen, die die Blutgerinnung hemmen (z.B. Aspirin). Bei einem „fliehendes Kinn“  ist eine kieferorthopädische Untersuchung zu empfehlen.

Nach der Operation

Wie bei allen ambulanten Eingriffen, sollten Sie nach der Kinn- oder Wangenkorrektur nicht alleine nach Hause fahren, sondern sich von Angehörigen mitnehmen lassen. Denn: die lokale Betäubung beeinträchtigt Ihre Reaktionsfähigkeit und Ihre Verkehrstüchtigkeit. Achten Sie in den ersten Tagen nach der Kinnkorrektur darauf, den Wundbereich zu schonen - vor allem beim Sprechen und Zähneputzen! Täglich sollten Sie mehrfach mit einer antiseptischen Mundspülung die Wunde säubern. Sport, direkte Sonneneinstrahlung und übermäßige Hitze sollten Sie in den ersten 4 Wochen vermeiden.

Risiken

Nach einem Korrektureingriff kann es zu Schwellungen im Wundbereich kommen. Diese bilden sich aber meist im Laufe der folgenden Tage und Wochen zurück. Zu den seltenen Komplikationen zählen Infektionen, Abstoßen des eingesetzten Implantats, leichtem Abbau des Kieferknochens durch die Implantat und Nervenverletzungen. Letztere können bleibende Taubheitsgefühle in Unterlippe und Kinn zur Folge haben. Infektionen mit möglicherweise vorzeitiger Entfernung des Implantates kommen in Statistiken mit ca. 10% vor. Weitaus häufiger (25%) können Asymmetrien durch Verrutschen des Implantates entstehen. Blutergüsse sind selten und bilden sich in aller Regel von selbst zurück. In den ersten Tagen nach dem Eingriff können Schmerzen auftreten. sowie zum kommen. Wenn als Zugangsweg die Mundhöhle gewählt wurde ist die Möglichkeit einer Wundinfektion größer (postoperative Mundspülungen sind durch zu führen). Bei Kinnimplantaten, die über die Mundhöhle eingesetzt werden, kann die Beweglichkeit der Unterlippe beim Sprechen verändert sein.


Bitte beachten Sie
Dieses Informationsmaterial kann ein sorgfältiges Beratungsgespräch und eine patientenbezogene Untersuchung nicht ersetzen. Über spezielle und individuelle Risiken, Einschränkungen und Möglichkeiten Muss der Operateur gezielt aufklären.Jeder Patient sollte Risiken und Einschränkungen des Ergebnisses bei diesen Operationen verstanden haben.

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