Ästhetische Chirurgie

Bruststraffung

Die Brust entwickelt sich bei jeder Frau anders und verändert sich ihr ganzes Leben lang. Durch Schwangerschaft, Stillzeit, Gewichtsschwankungen und hormonelle Einflüsse verlieren Haut und Gewebe an Festigkeit. Häufig ist dies mit dem Herabsinken der Brustwarze und einer Abflachung der oberen Brusthälfte verbunden. Für viele Frauen stellt dies ein ästhetisches, wie auch seelisches Problem dar, dem die Ästhetisch-Plastische Chirurgie mit einer Bruststraffung oder einer Brustformung wirkungsvoll begegnen kann.
Die Straffung der Brust, ob mit oder ohne dem zusätzlichen Einsatz eines Implantats, lässt sie wieder fester und jugendlicher erscheinen.

Technik

Für die Bruststraffung stehen unterschiedliche Operationstechniken zur Verfügung. Welche für Sie die richtige ist. wird abhängig von der Größe der Brust und dem Grad der Erschlaffung individuell bestimmt. Bei der Bruststraffung wird überschüssige Haut im unteren Brustbereieh entfernt. Der Brustdrüsenkörper wird neu geformt und angehoben. Damit das Ergebnis ganz natürlich wirkt, wird auch die Brustwarze nach oben verlagert und in einer höheren Position fixiert. Der Brustwarzenhof wird dabei meist verkleinert. Die Länge der entstehenden Narben hängt vom Ausmaß der Korrektur ab (1- Narben um die Brustwarze; 2- zusätzlicher zur Unterbrustfalte senkrechter Schenkel; 3- zusätzlich zu den zwei Narben eine waagrecht in der Unterbrustfalte (T-Schnitt)). Das Gefühl, Stillfähigkeit und die erhabene Kontur der Brustwarze wird in den meisten Fällen erhalten
Bruststraffung, Brustformung wird in Vollnarkose durchgeführt und  dauert meist zwei bis drei Stunden. Drainagen werden eingebracht, die die Gewebeflüssigkeit aus der Wunde ableiten. Diese werden am zweiten Tag entfernt. Mit einem stationärer Aufenthalt von etwa 1-2 Tagen ist zu rechnen. Nach 12 - 14 Tagen werden alle Fäden entfernt.

Vor der Operation

Vor der Operation sollten Sie in guter gesundheitlicher Verfassung sein. Vermeiden Sie Stress und reduzieren Sie Ihren Nikotin- und Alkoholkonsum auf ein Minimum in den 14 Tagen vor und nach der Operation. Darüber hinaus sollten Sie zwei Wochen vor der OP keine Medikamente mit Acetylsalicylsäure nehmen, die die Blutgerinnung hemmen (z.B. Aspirin).
Eine weitere Empfehlung:
Je nach Alter (ab dem 40ten Lebensjahr) und persönlichem Risiko sollten Sie vor der Brust Operation eine Mammographie (Röntgenuntersuchung der Brust) oder Ultraschalluntersuchung durchführen lassen. Bitte lassen Sie beim Hausarzt das Blutbild bestimmen und bringe Sie die Werte am Operationstag mit.

Nach der Operation

Anfangs sind leichte Schwellungen, ein gewisses Spannungsgefühl und Schmerzen im Wundgebiet normal. Die richtigen Medikamente verschaffen hier schnell Linderung. Brusthaut und Brustwarzen bleiben aber für einige Wochen besonders berührungsempfindlich. Wenige Tage nach der Brustvergrößerung werden die Wunddrainagen entfernt und Sie können sich wieder duschen. Am zweiten Tag wird ein spezieller Stütz-BH angepasst, der für 6 Wochen konsequent (Tag und Nacht ) zu tragen ist. Damit soll die frisch operierte Brust entlastet und eine feine Narbenbildung unterstützt werden. Auch darüber hinaus ist das Tragen eines BH's tagsüber zu empfehlen. Kontrollen erfolgen 1, 2 und 4 Wochen nach OP und 3, 6 bzw. 9 Monate nach OP. Da jede Brust sich nach dem Eingriff verändert, kann die Form erst ca. 6-9 Monate nach der OP abschließend beurteilt werden. Narben und Verhärtungen des Gewebes verändern sich sogar noch während des folgenden Jahres.
In den ersten vier Wochen nach der Operation sollten Sie sich schonen, größere Anstrengungen (Sport) und energische Bewegungen vermeiden. Vollbäder, das Anheben der Arme über Schulterhöhe (verursacht Zug auf die Nähte) und übermäßige Wärme sollen bis zur abgeschlossenen Wundheilung vermieden werden. Zehn bis 14 Tage nach dem Eingriff werden die Fäden entfernt. Nach dem Fadenzug sollte eine regelmäßige Narbenpflege, z.B. mit Siliconcreme erfolgen.

Job, Sport, Sauna, Solarium

In Abhängigkeit von Ihrer Tätigkeit können Sie nach 2-4 Wochen wieder zur Arbeit gehen. Sportliche Aktivitäten, bei denen Arme und Brustkorb stark bewegt werden, sollen 6 Wochen unterbleiben.
Abhängig von der Art Ihrer Tätigkeit können Sie nach 8-14 Tagen wieder arbeiten.. Sport kann eingeschränkt nach 4 Wochen wieder ausgeübt werden, uneingeschränkt ab der siebten Woche. Ebenso können Sie nach 4 Wochen Sauna und Solarium benutzen. Die Narbenareale müssen in den ersten 6 Monaten nach der Brust-OP bei Sonnenexposition grundsätzlich mit einer Sonnencreme (Lichtschutzfaktor  30) geschützt werden.
Vermeiden Sie für etwa 3 Monaten Druck und Zerrungen im Operationsgebiet und Aktivitäten, bei denen Sie die Armmuskeln stark beanspruchen (z.B. schweres Heben, Tennis, Reiten). Schwimmen oder Baden können Sie erst nach dem die Fäden gezogen wurden und die Wunde vollständig verschlossen ist.

Risiken

Wie bei allen Operationen kann es prinzipiell zu Infektionen, Nachblutungen, Blutergüssen, Thrombose, Embolie und Sensibilitätsstörungen kommen. Bei jedem Einschnitt bleiben nach der Operation Narben, die im Normalfall nach und nach verblassen. Je nach Hauttyp kann es zu unschönen Narben (Keloid) kommen. Möglicherweise können sich Verhärtungen und auch Verkalkungen in der Brust bilden, die ein Spannungsgefühl erzeugen können. Durch jeden operativen Eingriff an der Brust kann es (wenn auch nur selten) zu einer bleibenden Einschränkung der Stillfähigkeit und der Empfindlichkeit der Brustwarze kommen. Eine Durchblutungsstörung der Brustwarze ist sehr selten. Daraus resultierende Probleme können durch Korrektureingriffe behandelt werden.

Beide Brüste sind vor und nach einem Brusteingriff nie vollständig symmetrisch. Der Heilungsverlauf führt manchmal zu leichten Unterschieden der Brustform oder der Brustwarzenposition. Sind derartige Veränderungen auffällig, korrigieren wir sie durch einen kleinen Eingriff.

Kosten

Die Kosten für eine Bruststraffung werden in der Regel von der Krankenkasse nicht übernommen.

Bitte beachten Sie

Dieses Informationsmaterial kann ein sorgfältiges Beratungsgespräch und eine patientenbezogene Untersuchung nicht ersetzen. Über spezielle und individuelle Risiken, Einschränkungen und Möglichkeiten muß der Operateur vor der Brust-OP gezielt aufklären. Jeder Patient sollte Risiken und Einschränkungen des Ergebnisses bei diesen Brust-OP's verstanden haben.

  • Mitgliedschaften

    Wir sind ordentliches Mitglied in folgenden Berufsverbänden.

    Deutsche Gesellschaft der plastischen, rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgen
    www.dgpraec.de

    Deutsche Gesellschaft für Handchirurgie
    www.dg-h.de

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